Palmöl

Gesundheitsschädlich? Märchen oder Wahrheit

Fette und Öle waren schon in der Vergangenheit oft die Sündenböcke der Medien.
Früher galt die Butter als Cholesterinbombe und Dickmacher, dann die Margarine, als man herausfand, dass bei der chemischen Härtung der Fette Transfettsäuren entstehen.
Jetzt wird das Palmöl in die “Mangel” genommen und als gesundheitsschädlich propagiert.

Was ist nun dran an den Behauptungen, welche aktuell die Runde machen?

FAKT 1:
Palmöl in seiner Rohform ist überaus vitaminreich und wird in Südasien seit Jahrhunderten als traditionelles Lebensmittel genutzt.

FAKT 2:
Leider kommt das Palmöl raffiniert in unsere Lebensmittel. Das bedeutet, dass Geruchs- und Begleitstoffe entfernt werden und es anschließend physikalisch gebleicht wird. Dadurch wird es geschmacks- und geruchsneutral.

Wird das Palmöl bei der Produktion erhitzt können Glycidyl-Fettsäureester entstehen (GE), die als krebserregend gelten. Durch schonende und moderne Produktionsverfahren, können diese jedoch minimiert werden.

Von 2010 bis 2015 konnten diese auch schon um bis zu 50% gesenkt werden.

Glycidyl-Fettsäureester entstehen allerdings auch wenn man sein Fleisch zu heiß in einer Pfanne anbrät.
Passiert grundsätzlich bei jedem pflanzlichen Öl, welches man zu stark erhitzt.

Palmöl ist also im Grunde genommen nicht schlechter als andere Öle. Es wird nur leider in großen Mengen vielen Lebensmitteln zugesetzt, weil es billig ist, da in den Produktionsländern die Lohnkosten sehr sehr gering sind und oft sogar Kinder die Arbeiten verrichten.

Leider gibt es bei Palmöl noch keine “Nachhaltigkeitszertifizierung” oder ein Gütesiegel – genau dies wäre für uns Konsumenten jedoch eine entscheidende Orientierungshilfe und könnte dafür sorgen, dass sich Arbeitsbedingungen verbessern würden oder ein Fairer Handel möglich wird.

Beste und gesunde Grüße
euer Philipp